REK Gerüstbau Berger GmbH

| Bauvorhaben | RWE HV Essen |
| Bauzeit | Dezember 1993 - Juni 1996 = 31 Monate |
| Material | Bera-Bohlengerüst 1,00 m (GG 5 = 4,50 kN/m²) incl. Netze und Kederplanen |
| Besonderheiten | Verankerung an vorhanden Koro - Ankern (Raster = 1,90 m) aus dem Jahre 1978, beengte Patzverhältnisse, diverse aufwendige Schutzmaßnahmen |
| Materialeinsatz | ca. 75.000 m² Bera-Bohlengerüst 1,00 m ca. 60.000 m² Netze ca. 15.000 m² Kederplane 4 Stück Bauaufzüge vom Typ SL 1500 mit einer Höhe von 70 - 76,00 m und einer Tragkraft von 1,50 to. 1 Stück Bauaufzüge vom Typ GL 500 mit einer Höhe von 36,00 m und einer Tragkraft von 500 kg. |
| Gewicht des Materials | ca. 280 to. |
| Abmessungen | Länge = ca. 1.030 lfdm Höhe = zwischen 69,00 und 78,00 m |
"Es ging schon recht trübe los", sagte Projektleiter Conrad. Er war für die Einrüstung eines
Verwaltungsgebäudes in Essen, Anfang Dezember 1993 bei wochenlangem Dauerregen verantwortlich.
Aber was dann noch kam, hat uns wieder einmal gezeigt, dass man im Gerüstbau immer nur mit bestem Material und höchsten Sicherheitsreserven arbeiten sollte, damit auch bei widrigsten Wetterverhältnissen alles so glatt läuft wie bei diesem außerordentlichen Projekt.
Doch gehen wir zum Anfang des Projekts zurück. Mit einer gesamt zu sanierenden Marmor-Natursteinfassade von 75.000 m² und einer veranschlagten Bauzeit von Dezember 1993 bis ca. Mitte 1996 stellt das Verwaltungsgebäude selbst für die Firma Gerüstbau Berger, mit Sitz in Gladbeck, einen Großauftrag besonderer Dimension dar. Auch wenn man bei der Firma Berger mit rund zur Zeit 120 Mitarbeitern und einem entsprechenden Fuhrpark sowie einem Materialbestand von ca. 6.000 t Großaufträge keinesfalls scheut, gab es bei diesem Auftrag schon außerordentliche Bewährungsproben, die aber allesamt meisterhaft gelöst wurden.
Die an das Gerüst gestellten Forderungen - es musste ein Gerüst der Gruppe 5, also mit 4,5 kN/m² Belastung gestellt werden - konnten mit dem Schnellbaugerüst Bera-Rux Super 100 unter Verwendung von Stahlbohlen bei 2,50 m Feldlänge prinzipiell ohne Mühe erfüllt werden. Aufgrund der besonderen Verankerungssituation - es durfte nur auf die vor 15 Jahren angelegten, im Abstand von 1,90 m auseinander liegenden Stahlverankerungen zurückgegriffen werden - und der Höhe des einzurüstenden Gebäudes zwischen 69 bis 78 m musste eine sehr umfangreiche insgesamt 364 Seiten starke Statik erstellt werden. Für das Verankerungsproblem, dass das normale Feldmaß von 2,50 m unterschritt, wobei Querverschraubungen nicht zum Tragen kommen sollten, fand man schnell eine Lösung. So wurden durch die Rahmendreiecke des Schnellbaugerüstes Bera/Ruf-Super 100 einfach Rohre gezogen, von denen aus die Verankerung in dem unüblichen Abstand von 1,90 m problemlos vorgenommen werden konnte, so dass nicht ein einziges neues Loch in die Fassade gebohrt wurde.
Die Gerüstarbeiten wurden für den ersten Bauabschnitt mit nur vier Monteuren innerhalb von drei Wochen bei einer Gerüstfläche von 9.500 m² termingerecht abgeschlossen. Dabei bediente ein Mitarbeiter ständig drei Monteure in den obersten Gerüstlagen mit Material, von denen einer allein fast ausschließlich mit der Verankerung beschäftigt war. Ein besonderes Problem stellte sich mit der Lagerhaltung des benötigten Materials vor Ort, da durch die zentrale Lage des Gebäudes eine ausreichende Fläche zur Zwischenlagerung nicht gestellt werden konnte.
Die Lösung lieferte die Firma Berger mit ihrem Materialcontainersystem. Bis zu fünf-mal am Tage wurde die Baustelle mit Material beschickt. Die Container mussten aus Platzgründen kurzfristig auf der Hauptstraße abgesetzt und entladen werden. Der zu diesem Zweck auf der Baustelle vorhandene Gabelstapler konnte das benötigte Material von dort direkt zu den Aufzügen fahren. Mit 4 Bauaufzügen HEK SL 1500, die auch als Personenaufzüge nach VBG 14 zugelassen sind, konnten jeweils 1500 kg Material auf einmal in die verschiedenen Gerüstlagen gefahren werden.
Für den Gerüst Auf und -Abbau kommt auch der HEK GL 500, auf den die Firma Berger von Anfang an schwört, zum Einsatz. Besonders hervorzuheben ist auch die Überbrückung von ca. 8 m im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes, die mit bauartgeprüften Rux-Gitterträgern und Dreieckstützen, die auf den tragenden Außenstützen 7,50 to. Last aufzunehmen hatten, abgefangen wurde.
Vier vorgelagerte Treppentürme sorgen für bequemes Erreichen aller Etagen, auf denen die Fassadenarbeiten durchgeführt werden. Das Gewicht des gesamten Gerüstmaterials beläuft sich zur Zeit auf ca. 280 Tonnen.
Im Bereich der Hauptstraße wurde zum Schutz der Passanten noch ein ca. 15 m langer und 6 m hoher Fußgängertunnel errichtet, bei dem wandseitig aufgrund der äußerst schnellen Montage, verbunden mit der hohen Schutzwirkung, das Kassettensystem Rux-Alu-Rasant angebracht wurde. Die Stützkonstruktion wurde mit dem Modulgerüst Rux-Variant errichtet, auf das wiederum Gitterträger quer geschraubt wurden. Die quergeschraubten Gitterträger wurden dann mit System-Auflageschienen für Rux-Bohlen versehen, die doppelt mit einer Zwischendämmschicht aus Styropor aufgelegt wurden.
Perfekte Arbeit leistete auch die Bauleitung vor Ort die auch für die komplette Vernetzung und Verkleidung mit Kederplane des Gebäudes verantwortlich zeichnete.
Besonders besorgt war man während der Frühjahrsstürme im Februar und März und hielt deshalb einen ständigen Kontakt zum Wetteramt Essen, das in den obersten Lagen des Gerüstes Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h meldete.
Nichtsdestotrotz musste nicht eine einzige Verbindung der Netze mit dem Gerüst erneuert werden, was für die sprichwörtliche Qualitätsarbeit der Berger-Mannschaft spricht, die hier wirklich allen Wettern getrotzt hat.
Aber was dann noch kam, hat uns wieder einmal gezeigt, dass man im Gerüstbau immer nur mit bestem Material und höchsten Sicherheitsreserven arbeiten sollte, damit auch bei widrigsten Wetterverhältnissen alles so glatt läuft wie bei diesem außerordentlichen Projekt.
Doch gehen wir zum Anfang des Projekts zurück. Mit einer gesamt zu sanierenden Marmor-Natursteinfassade von 75.000 m² und einer veranschlagten Bauzeit von Dezember 1993 bis ca. Mitte 1996 stellt das Verwaltungsgebäude selbst für die Firma Gerüstbau Berger, mit Sitz in Gladbeck, einen Großauftrag besonderer Dimension dar. Auch wenn man bei der Firma Berger mit rund zur Zeit 120 Mitarbeitern und einem entsprechenden Fuhrpark sowie einem Materialbestand von ca. 6.000 t Großaufträge keinesfalls scheut, gab es bei diesem Auftrag schon außerordentliche Bewährungsproben, die aber allesamt meisterhaft gelöst wurden.
Die an das Gerüst gestellten Forderungen - es musste ein Gerüst der Gruppe 5, also mit 4,5 kN/m² Belastung gestellt werden - konnten mit dem Schnellbaugerüst Bera-Rux Super 100 unter Verwendung von Stahlbohlen bei 2,50 m Feldlänge prinzipiell ohne Mühe erfüllt werden. Aufgrund der besonderen Verankerungssituation - es durfte nur auf die vor 15 Jahren angelegten, im Abstand von 1,90 m auseinander liegenden Stahlverankerungen zurückgegriffen werden - und der Höhe des einzurüstenden Gebäudes zwischen 69 bis 78 m musste eine sehr umfangreiche insgesamt 364 Seiten starke Statik erstellt werden. Für das Verankerungsproblem, dass das normale Feldmaß von 2,50 m unterschritt, wobei Querverschraubungen nicht zum Tragen kommen sollten, fand man schnell eine Lösung. So wurden durch die Rahmendreiecke des Schnellbaugerüstes Bera/Ruf-Super 100 einfach Rohre gezogen, von denen aus die Verankerung in dem unüblichen Abstand von 1,90 m problemlos vorgenommen werden konnte, so dass nicht ein einziges neues Loch in die Fassade gebohrt wurde.
Die Gerüstarbeiten wurden für den ersten Bauabschnitt mit nur vier Monteuren innerhalb von drei Wochen bei einer Gerüstfläche von 9.500 m² termingerecht abgeschlossen. Dabei bediente ein Mitarbeiter ständig drei Monteure in den obersten Gerüstlagen mit Material, von denen einer allein fast ausschließlich mit der Verankerung beschäftigt war. Ein besonderes Problem stellte sich mit der Lagerhaltung des benötigten Materials vor Ort, da durch die zentrale Lage des Gebäudes eine ausreichende Fläche zur Zwischenlagerung nicht gestellt werden konnte.
Die Lösung lieferte die Firma Berger mit ihrem Materialcontainersystem. Bis zu fünf-mal am Tage wurde die Baustelle mit Material beschickt. Die Container mussten aus Platzgründen kurzfristig auf der Hauptstraße abgesetzt und entladen werden. Der zu diesem Zweck auf der Baustelle vorhandene Gabelstapler konnte das benötigte Material von dort direkt zu den Aufzügen fahren. Mit 4 Bauaufzügen HEK SL 1500, die auch als Personenaufzüge nach VBG 14 zugelassen sind, konnten jeweils 1500 kg Material auf einmal in die verschiedenen Gerüstlagen gefahren werden.
Für den Gerüst Auf und -Abbau kommt auch der HEK GL 500, auf den die Firma Berger von Anfang an schwört, zum Einsatz. Besonders hervorzuheben ist auch die Überbrückung von ca. 8 m im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes, die mit bauartgeprüften Rux-Gitterträgern und Dreieckstützen, die auf den tragenden Außenstützen 7,50 to. Last aufzunehmen hatten, abgefangen wurde.
Vier vorgelagerte Treppentürme sorgen für bequemes Erreichen aller Etagen, auf denen die Fassadenarbeiten durchgeführt werden. Das Gewicht des gesamten Gerüstmaterials beläuft sich zur Zeit auf ca. 280 Tonnen.
Im Bereich der Hauptstraße wurde zum Schutz der Passanten noch ein ca. 15 m langer und 6 m hoher Fußgängertunnel errichtet, bei dem wandseitig aufgrund der äußerst schnellen Montage, verbunden mit der hohen Schutzwirkung, das Kassettensystem Rux-Alu-Rasant angebracht wurde. Die Stützkonstruktion wurde mit dem Modulgerüst Rux-Variant errichtet, auf das wiederum Gitterträger quer geschraubt wurden. Die quergeschraubten Gitterträger wurden dann mit System-Auflageschienen für Rux-Bohlen versehen, die doppelt mit einer Zwischendämmschicht aus Styropor aufgelegt wurden.
Perfekte Arbeit leistete auch die Bauleitung vor Ort die auch für die komplette Vernetzung und Verkleidung mit Kederplane des Gebäudes verantwortlich zeichnete.
Besonders besorgt war man während der Frühjahrsstürme im Februar und März und hielt deshalb einen ständigen Kontakt zum Wetteramt Essen, das in den obersten Lagen des Gerüstes Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h meldete.
Nichtsdestotrotz musste nicht eine einzige Verbindung der Netze mit dem Gerüst erneuert werden, was für die sprichwörtliche Qualitätsarbeit der Berger-Mannschaft spricht, die hier wirklich allen Wettern getrotzt hat.
